Wir begrüßen den Bergsträßer-Appell

In einer Pressekonferenz am 28.5. wurde der Bergsträßer-Appell des Kreises Bergstraße zur Flüchtlingspolitik vorgestellt und unterzeichnet. „Um die Integration von Asylbewerbern in die deutsche Gesellschaft wirklich ernst zu nehmen“, – so die Webseite des Kreises Bergstraße – appelliert das Dokument an Bund und Länder, die folgenden drei Forderungen kurzfristig und konsequent umzusetzen:

  1. Ein verpflichtender staatlich-finanzierter Deutsch-Intensivkurs über drei Monate („Crashkurs Deutsch“) 
  2. Sofortige Arbeitserlaubnis nach dem Absolvieren des Deutsch-Intensivkurses
  3. Staatliche Finanzierung von Flüchtlingsbetreuern im angemessenen Verhältnis zu den Zuwanderungszahlen

An der Grenze mittendrin |nitiative begrüßt den Appell, da dieser auf dieselben Prinzipien aufmerksam macht, wie die Initiative auch: früher Spracherwerb als Grundlage der Integration – Beschäftigung bzw. Eingliederung in den Arbeitsmarkt als beste Form einer nachhaltigen Integration in den Alltag – individuelle Betreuung und Begleitung, die ohne geschultes Fachpersonal letztendlich nicht auskommt.

Herunterladen kann man den kompletten Text des Appells hier. Unterstützen kann man den Appell auch über die Facebook-Seite des Kreises Bergstraße.

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Projekt Jobsforyourfuture 2015 am Start

Am 11. Mai 2015 startete das Projekt Jobsforyourfuture 2015 der Hotelfachschule Heidelberg: Hofa-Studierende – gelernte Köche, Hotel- und Restaurantfachleute – haben ein Konzept entwickelt, um ihr berufliches Wissen an Flüchtlinge weiterzugeben. Fünf junge Männer aus der Gemeinschaftsunterkunft in Neckarsteinach-Neckarhausen haben sich gleich am 11. Mai zum Get-together auf den Weg nach Heidelberg gemacht und am 13. Mai engagiert am ersten Seminar „Sprache und Kultur der Gastlichkeit“ teilgenommen.

Für die 15 Hofa-Studierenden ist das Projekt eine wichtige praktische Erfahrung in „Diversity Management“, werden sie doch alle als künftige Führungskräfte mit für die Gastronomie typischen interkulturellen Teams arbeiten. Für die jungen Männer aus Neckarhausen sind die Seminare eine Gelegenheit, Menschen aus vielen Ländern – von Nigeria und Gambia über Algerien, Irak und Iran bis Afghanistan – kennen zu lernen und mit gleichaltrigen Deutschen Kontakte zu knüpfen. Im Projekt lernen sie, freundlich und service-orientiert auf Gäste zuzugehen, und sie erwerben gastronomische Grundfertigkeiten.

Am 18. Mai geht es weiter: Dann stehen Schnitttechniken in der Küche, professionelle Arbeitsvorbereitung (mise en place) und das gemeinsame Essen der zubereiteten Leckereien auf dem Programm.

Uschi Hummel