Ein neuer Computer zieht ins Flüchtlingsheim ein!

Seit heute gibt es im obersten Zimmer des Flüchtlingsheims in Neckarhausen einen neuen Computer, der uns gespendet wurde. Ein Drucker und Scanner kommen noch dazu. Derzeit installieren wir einige Sprachprogramme auf dem PC, die den Flüchtlingen das Deutschlernen erleichert sollen. Da die W-Lan Verbindung im Haus meist nur in der unteren Küche funktioniert, wird an dem PC erstmal keine Internetnutzung möglich sein. Zumindest kann aber der PC zum schreiben und üben genutzt werden. Wir arbeiten aber daran, das Internetproblem zu beheben.
Wenn auch Sie einen überflüssigen PC haben, der zu Schade ist zum Wegschmeißen, dann freuen wir uns über ihre Spende. Ein herzlicher Dank geht auch an unseren Spender, der den Flüchtlingen eine grosse Freude gemacht hat!

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Flüchtlinge, ihre Smartphones und unsere Vorurteile

Auch wir hören es immer wieder „Wie können die [meint Flüchtlinge] sich
ein Smartphone leisten?!“. Wir sagen: Die können nicht nur, die müssen
zumeist sogar. Denn ein Smartphone ist für einen Flüchtling die
Überlebenshilfe schlechthin. Es zeigt den Weg in einer fremden Stadt, es
ist ein Übersetzer, ein Deutschlehrer und Vokabeltrainer, eine Bank, ein
Fernseher, ein Musikplayer und es ist meist der einzige Kontakt zur
Familie im Herkunftsland oder auf der Flucht. Mit einem Smartphone kann
man Bilder an die Familie schicken und selbst empfangen und
kostengünstig über verschiedene Messenger telefonieren. Mit einem
Smartphone können Fotos von Dokumenten nachgeschickt werden, wenn Fax
oder Post nicht zur Verfügung stehen. Mit einem Smartphone kann man sich
auch ein Video aufnehmen, wie man Tickets in den DB-Automaten kauft und
vieles mehr. Und schaut man mal in die Schränke der Flüchtlinge, dann
wird dafür eher an der Kleidung und Essen gespart. Kaum jemand von uns
würde mit so wenigen Sachen zufrieden sein.
Smartphones sind für Flüchtlinge meist kein Luxus, sondern eine
Erleichterung in ihrem eh schon schwierigen Leben in Deutschland.

Einen schönen Artikel zum Thema Flüchtlinge und Smartphones gibt es
hier:
http://derstandard.at/2000020396192/Fluechtlinge-und-teure-Smartphones-Hetze-ohne-Fakten

Rückblick: Fahrradaktion des Englischen Instituts & der Diakonie Heidelberg

Die Fahrräder sind gekommen! Und zwar gleich 10 Stück konnten am Mittwoch, den 1. Juli den Flüchtlingen in Neckarhausen übergeben werden. Dank dafür geht an die Schülerinnen & Schüler, sowie Leitung des Englischen Instituts (EI) und alle Spender, die mit Unterstützung des Diakonischen Werkes (DW) Heidelberg rund 30 Fahrräder für Flüchtlinge in Heidelberg und Umgebung gesammelt haben.

Gesammelt wurden die Fahrräder am Vormittag, nachmittags radelten dann die Schüler_innen mit den Fahrrädern nach Neckarhausen, wo sie herzlich von den Bewohnern des ehemaligen Bahnhofsgebäudes empfangen wurden. Es wurde zusammen gegessen und geredet, fotografiert und gelacht.

Heute ist ein glücklicher Tag! Ich bin glücklich!! [ biniam ]

Nach der Übergabe der Fahrräder überreichte der Ortsbeirat Darsberg vertreten durch den Ortsvorsteher Ralph Edelmann und Vorsteher der Neuapostolischen Kirchengemeinde Heinz-Bernd Gramlich den Spendenertrag vom Abend der Begegnung an die Initiative. Die Spende wird für die Anschaffung von Fahrradzubehör & Sicherheitsausrüstung verwendet.

Das ist die erste größere Aktion hier IN der Gemeinschaftsunterkunft seit langem. Die persönliche Geste des Vorbeibringens hat die schon beachtliche Spende an Fahrrädern noch wertvoller gemacht.   [ jessica ]

Im Anschluss nahmen die jungen Männer aus Neckarhausen an einem Crash-Kurs der Pflege und Reparatur von Fahrrädern teil, der von Herr Herzberg aus Neckarsteinach mit viel Geduld und Sachkenntnis vorbereitet & durchgeführt wurde.

Es war ein sehr authentisches Erlebnis der Willkommenskultur als eines wechselseitigen Geschehens: Vor dem Neckarhäuser Bahnhof hießen Flüchtlinge Bürger willkommen, die ihnen mehr Mobilität gebracht haben.   [ marian ]

An alle die diesen besonderen Tag möglich gemacht haben: Herzlichen Dank! Mehr über die Fahrradaktion zwischen Heidelberg und Neckarhausen finden Sie in der Berichterstattung der Rhein-Neckar-Zeitung und des Ortsbeirates Darsberg.

 

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